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Trinkwasserschutz

Prof. Dr. Matthias Maier und IAWR-Geschäftsführer Wolfgang Deinlein bei der Übergabe des ERM 2020 an die Bundesumweltministerin Svenja Schulze

 

Mikroverunreinigungen sollen durch vorbeugenden Gewässerschutz sinken.

Seit 2019 ist die Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR) bei den Stadtwerken Karlsruhe angesiedelt. Ziel der IAWR ist ein konsequenter Trinkwasserschutz: Die Trinkwasserressourcen sollen in der Natur so geschützt werden, dass daraus mit ganz geringer Aufbereitung natürliches Trinkwasser gewonnen werden kann. Das bedeutet: vorsorgender Gewässerschutz. Dieser ist im Europäischen Fließgewässer-Memorandum 2020 (ERM) dargelegt. Die ERM-Koalition besteht aus Trinkwasserversorgern der Einzugsgebiete von Rhein, Ruhr, Donau, Elbe, Maas und Schelde, in denen insgesamt 188 Millionen Menschen in Europa auf sauberes Trinkwasser angewiesen sind.

Zum Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers im Rheineinzugsgebiet in den nächsten 20 Jahren wurde im Februar in Amsterdam von den zuständigen Ministern aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Wallonien, den Niederlanden sowie der EU-Kommission das Programm »Rhein 2040« beschlossen. Bis dahin sollen Mikroverunreinigungen um mindestens 30 % reduziert werden. Die IAWR hat hierfür bereits einen 12-Punkte-Maßnahmenkatalog vorgelegt.

Der Erfolg der Rheinministerkonferenz von Amsterdam ist ein Meilenstein im Schutz der Trinkwasservorkommen. Da das Rheingebiet zudem seit Jahrzehnten als Modell für andere Flussgebiete in Europa und der Welt gilt, ist dies ein Vorbild für alle europäischen Flussgebiete. Nur so lassen sich die Trinkwasserressourcen auch für die nächste Generation sichern.

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