miteinander

Schulhund Mali aus Beiertheim und Schulhundregeln

»Wohlig strecke ich in meinem Körbchen noch mal alle Viere von mir und mach mich auf, um zu prüfen, ob Frauchen schon meinen Fressnapf gefüllt hat. Immerhin ist es schon halb sieben und ich mache bald meinen Gassigang zur Grundschule in Beiertheim. Dort gehe ich in die Klasse 4b, denn hier ist mein Frauchen Annett Fitz Lehrerin und ich begleite sie täglich. Ich freue mich riesig auf die Kinder mit ihren vielen kleinen Händen, die mich immer wieder mal streicheln und kraulen. Eigentlich heiße ich ja Amal, aber die Kinder sagen Mali zu mir, was mir gut gefällt. Meistens liege ich im Klassenzimmer herum und sorge dort anscheinend für Ruhe. Ich spüre auch, wenn ein Kind traurig ist oder Angst hat. Dann kuschele ich mich zu ihm und bleibe so lange, bis es ihm besser geht.

Ich bin ja noch recht neu im Schulgeschäft, aber mein Kumpel Brownie, ein hübscher Hütehund, ist schon lange hier an der Schule. Er hat sogar einen eigenen Stundenplan und geht von Klasse zu Klasse. Da es gerade diesen komischen – oder dieses komische (da hab ich wohl in Deutsch nicht aufgepasst) Virus gibt, darf er erst nach den großen Ferien wieder zu uns. Die Kinder der Hunde AG, Lotta, Mila, Emma und Marlene, vermissen Brownie besonders. In der AG werden sie zu Hundeassistentinnen und -assistenten ausgebildet und lernen alles, was wir Hunde brauchen oder eben nicht brauchen. Zum Beispiel: Wenn wir im Klassenzimmer sind, müssen alle Schulranzen zu sein, damit wir nicht darin nach den Pausenbroten stöbern können. Find ich blöd, die schmecken doch so lecker! Eine so tolle Karriere als Schulhund hätte ich mir vor fünf Jahren als rumänischer Straßenhund nie träumen lassen.«

Foto von einem Hund

»Mali hilft mir sehr dabei, leise zu sein.« Florian 4b

»Wenn ich gerade nicht weiter weiß und Amal kommt zu mir, dann fällt mir mehr ein.« Charlotte 4b

»Ich bin total traurig, dass ich die Schule wechseln muss, denn in der weiterführenden Schule gibt es keinen Hund mehr.« Lilja 4b

»Es ist so schön entspannend, wenn ein Tier im Unterrichtsraum ist.« Marlene 3b

»Mit Brownie kann man spielen und lernen in einem, das ist richtig cool.« Lotta 3b

»Lernen ist viel schöner mit Hund.« Lukas 4a

»Mit Brownie in der Klasse ist es besser, wir nehmen Rücksicht auf ihn und sind nicht so laut.« Romy 4a

 

Sara Mahmoudian, die Rektorin:
Brownie und Amal sind ein wichtiger Bestandteil unseres Schullebens. Ihre Anwesenheit wirkt sich sehr positiv auf die Kinder aus, denn sie reduzieren Angst und Stress. Durch das feine Gespür der Hunde für Emotionen suchen sie intuitiv Kontakt zu Kindern in Stresssituationen. Die Vierbeiner haben direkten Einfluss auf das Klassenklima und das soziale Verhalten von unseren Schülerinnen und Schülern. Aufgaben rund um die Hunde werden gerne übernommen. Die Kinder sind bereit, Rücksicht zu nehmen. Empathie und Verantwortungsbewusstsein werden so »ganz nebenbei« geschult. Die Kinder lernen spielerisch den richtigen Umgang mit Hunden. Wichtig ist natürlich der Charakter der Schulhunde. Sie brauchen ein angenehmes Wesen, müssen ruhig, gelassen und vorsichtig sein und auch mal ein »dickes Fell« haben.

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