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»Die Steckdosen funktionieren doch noch. Warum soll ich sie jetzt erneuern? Womöglich noch die Wände aufstemmen und Leitungen ersetzen?« – Diese naheliegenden Fragen stellen sich Hausbesitzer, wenn es um die Modernisierung der Hausinstallationen geht. Und in der Tat sieht man die Gefahr erst, wenn es zu spät ist, wenn sich Leitungsbrände entwickeln oder Sicherungen wegen der Überbelastung auslösen.

Willkommen im 21. Jahrhundert

»Man muss sich klarmachen, dass die Elektrik in einem Haus aus den 1960erJahren heute rund 60 Jahre alt ist. Sie ist nach damaligen Normen und Regelungen gebaut – in einer Zeit, als wir viel weniger und andere Elektrogeräte genutzt haben. Das leuchtet sofort ein, wenn man an Küchengeräte oder Unterhaltungselektronik denkt. Deshalb gibt es in älteren Immobilien üblicherweise viel zu wenig Steckdosen und Stromkreise für heutige Ansprüche.«
Hausbesitzer sind in der Regel nicht verpflichtet, Altbestand zu erneuern; es gibt keine Nachrüstpflicht, im Volksmund Bestandsschutz genannt. Dennoch sprechen einige Gründe und Regelungen für die Modernisierung der Elektroinstallation.

 

Nutzungsänderung: Baut man den Keller zum Gästebad um, installiert man eine Photovoltaikanlage oder eine Ladestation für ein Elektrofahrzeug – bei jeder Nutzungsänderung muss die Elektroinstallation der betreffenden Anlagenteile an die aktuellsten Normen und Vorgaben angepasst werden.

Die Anlage entspricht nicht mehr den Normen der Bauzeit. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Sicherungskasten unsachgemäß verändert wurde.

Weil es der Sicherheit dient! »Eine Frage der Prioritäten«, findet Peter Oesterlin, der dafür plädiert, lieber in die Sicherheit der Bewohner zu investieren und einen gefährlichen Sanierungsstau zu beseitigen, bevor man Schönheitsumbauten vornimmt. Basisschutz, wie ihn FISchalter, Brandschutzschalter oder Überspannungsableiter bieten, gibt es erst seit wenigen Jahren oder Jahrzehnten. Sie geben viel zusätzliche Sicherheit im Haus.

 

Nach und nach: Stressfrei modernisieren

Um herauszufinden, wo man mit seiner Immobilie steht und ob, beziehungsweise welche Arbeiten im Sinne einer besseren Sicherheit notwendig sind, empfiehlt Peter Oesterlin, alle vier Jahre oder bei Mieterwechsel einen E-Check: »Ein Innungsbetrieb schaut sich gemeinsam mit Ihnen Ihr Haus an und gibt Ihnen dann neutral und herstellerunabhängig Tipps und Hinweise zum weiteren Vorgehen.«
Eine große Sorge vieler Hausbesitzer und -mieter sind die nötigen Bauarbeiten, die zur Modernisierung der Elektrik im Haus durchgeführt werden müssen. Der Gedanke daran – und an die Kosten – bremst manchen Modernisierungswillen. »Da kann ich Entwarnung geben. In der Regel kann man einen Fahrplan aufstellen und nötige Arbeiten nach und nach mit anderen Maßnahmen koppeln. Im Mehrfamilienhaus kann das beim Mieterwechsel sein. Oder man kombiniert geplante Renovierungsmaßnahmen mit der Erneuerung der Leitungen. Damit entzerren sich Aufwand und Kosten«, erklärt der erfahrene Innungs-Obermeister.

Die vier Elemente der Verjüngung

Um die Hauselektrik komplett zu erneuern, müssen die folgenden vier Elemente ausgetauscht werden: Der Zählerschrank, die Leitung zum Sicherungskasten, der Sicherungskasten selbst sowie die Leitungen bis zu den Steckdosen inklusive der Steckdosen selbst.
Gefährliche Altlasten können übrigens auch die Erdungsanlage und der Potentialausgleich sein, die früher oft über Versorgungsleitungen aus Metall (Gas und Wasser) erfolgten. Werden diese später gegen Kunststoffregenrohre oder Kunststoffwasserleitungen ausgetauscht, steht das Haus unter Umständen ohne Erdung da und ist nicht mehr gegen einen Blitzeinschlag oder vor elektrischer Gefährdung im Fehlerfall geschützt. Auch SAT-Anlagen müssen geerdet werden.

 

Wenn der Strom in die Erde zieht

Die Netzservice-Gesellschaft investiert in den Freileitungsumbau: Anstatt den Strom über eine Freileitung in den Hausgiebel zu liefern, verlegen sie jedes Jahr rund zehn Kilometer Leitungen in die Erde. Das erhöht die Versorgungssicherheit, denn Erdleitungen sind weniger anfällig bei Gewitter, Sturm oder hineinwachsenden oder gar umfallenden Bäumen.

Steht ein Umbau bevor, muss ein neuer Hauptanschluss ins Haus gelegt werden. Darüber erhalten die Besitzer frühzeitig eine Info; in der Regel vergehen ein bis eineinhalb Jahre zwischen erster Ankündigung und Abschalten der Freileitung. Peter Oesterlin rät den betroffenen Immobilienbesitzern, frühzeitig Kontakt mit einem Elektroinstallationsbetrieb aufzunehmen und zu prüfen, welche Modernisierungsarbeiten der neue Anschluss gegebenenfalls mit sich bringt.

 

 

 

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